Wissenschaftliche Fachkonferenz:
„Landwirtschaft: Arbeitsplatz mit Zukunft!?

Landwirtschaft: Arbeitsplatz mit Zukunft!?Pig Farm Workers

In den Köpfen der meisten Bundesbürger hat der Beruf des Landwirts eine enorme gesellschaftliche Bedeutung. Sie glauben, dass Bauern und Bäuerinnen die Versorgung mit Lebensmitteln sichern und sich dabei am Markt und dem technischen Fortschritt orientieren. Weniger zufrieden sind sie damit, wie Landwirte mit ihren Tieren und der Umwelt umgehen.1 Lebensmittelskandale und Enthüllungen über vermeintlich gängige Praktiken in der Nutztierhaltung erschüttern regelmäßig das Bild einer scheinbar romantischen Bilderbuchlandwirtschaft. Dies dürfte ein Grund dafür sein, dass Landwirte und Agrarunternehmen zunehmend über einen Mangel an geeigneten Bewerbern für landwirtschaftliche Ausbildungsberufe klagen. Tiefgreifende gesellschaftliche Veränderungen spielen dafür eine weitere entscheidende Rolle. Gerade in Ostdeutschland haben Abwanderung und Geburtenrückgänge dazu geführt, dass offene Stellen für landwirtschaftliche Fachkräfte in manchen Regionen kaum mehr zu besetzen sind. Doch auch im Westen führt der Trend zur Lohnarbeit in der Landwirtschaft zu einer zunehmenden Konkurrenz mit anderen Berufsfeldern. Der Druck auf Arbeitgeber wächst, Entlohnung und Arbeitsbedingungen an die Erwartungen der Beschäftigten anzupassen. Die Technisierung und Komplexität auch der landwirtschaftlichen Produktionsprozesse nehmen laufend zu. Experten sehen daher das Personal- und Kompetenzmanagement in der Landwirtschaft als eine der großen Herausforderungen für die kommenden Jahre.

Angesichts dieser Ausgangslage fragt die Fachkonferenz „Landwirtschaft: Arbeitsplatz mit Zukunft!?“ nach Analysen, Einschätzungen, Lösungsvorschlägen und Prognosen aus den Wirtschafts- und Sozialwissenschaften sowie benachbarten Fachrichtungen, die den wissenschaftlichen Blick auf diese Problemlage schärfen und zur Bewältigung der Herausforderungen des Kompetenzmanagements und der Fachkräftesicherung im Agrarbereich beitragen.

Die Konferenz wird organisiert vom Leibniz-Institut für Agrarentwicklung in Transformationsökonomien (IAMO), Halle (Saale), in Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Sozialforschung der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (ZSH) und dem Agrarunternehmen Barnstädt e.G.. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert die Veranstaltung im Rahmen des Forschungsprojektes „Kompetenzmanagement zum Aufbau ausländischer Arbeitskräfte zu Fachkräften in der Landwirtschaft (Alfa Agrar)“ und des Förderschwerpunktes „Betriebliches Kompetenzmanagement im demografischen Wandel“.

1 TNS Emnid (2012): Das Image der deutschen Landwirtschaft, Bielefeld.

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